Dienstag, 15. Oktober 2019

Mieter dürfen Singvögel auf dem Balkon füttern

Mieter haben viele Freiheiten und dürfen im Prinzip in ihren eigenen vier Wänden machen, was sie wollen – vorausgesetzt, sie schaden oder beeinträchtigen nicht die Mietsache oder andere Mieter in der Immobilie. Dies bestätigt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Individuell muss man aber auf die Interessen des Mieters und auf die des Vermieters gleichermaßen schauen. „Vor allem diesen Frühling und Sommer kam immer wieder das Thema Vögel auf dem Balkon füttern auf. Singvögel dürfen gefüttert und versorgt werden, auch Vogelhäuschen dürfen aufgestellt werden, wie das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 540/09) entschieden hat“, erklärt Thomas Filor. Eine geringe Verursachung von Vogelkot wäre normal, Tauben zu füttern sei allerdings strikt verboten und stelle einen Verstoß gegen die Hausordnung dar. Hier kann eine Abmahnung oder eine Kündigung drohen.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Thomas Filor: Preisexplosionen im Umland

Nicht nur die Immobilienpreise in den Städten explodieren – auch im Umland steigen die Preise für Wohnungen und Häuser rasant. Thomas Filor nennt drei Beispiele.

Magdeburg, 10.10.2019. „In der Immobilienbranche wird vor allem thematisiert, wie stark die Preise in den deutschen Großstädten wachsen. Über die Vororte und das Umland wird weniger gesprochen – und das, obwohl es auch hier zu Preisexplosionen kommt“, erklärt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg und bezieht sich dabei auf eine Datenauswertung des Online-Maklerunternehmens Homeday. Demnach seien die Immobilienpreise in den vergangenen zwei Jahren teilweise im Umland schneller gestiegen, als in den beliebten Stadtzentren.

Laut Homeday seien die durchschnittlichen Angebotspreise für Eigentumswohnungen beispielsweise in Düsseldorf vom zweiten Quartal 2017 bis zum zweiten Quartal 2019 um 14,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu verzeichneten die Nachbargemeinden der Landeshauptstadt Preissteigerungen zwischen 19,4 Prozent in Dormagen und 22,5 Prozent in Ratlingen. Ähnliche Daten liegen in Frankfurt vor: Hier hätten sich die Wohnungen in Frankfurt im selben Zeitraum um 15,9 Prozent verteuert. Hingegen verteuerten sie sich im benachbarten Eschborn um 26,3 Prozent, in Hofheim am Taunus um 27,1 und in Rüsselsheim kam es zu Preissteigerungen um ganze 30 Prozent.

„Ein dritter Ort, an dem man solche Entwicklungen feststellen kann, ist München“, betont Immobilienexperte Thomas Filor außerdem. Hier kam es laut Studie zu einem Preiswachstum von 17,2 Prozent, hingegen in 15 von 23 Münchner Umlandgemeinden wurde diese Zahl aber übertroffen. „Die Menschen entscheiden sich immer öfter fürs Umland und pendeln für den Job in die Stadt. Dies ist auch der Fall in Berlin, Hamburg, Stuttgart und Köln. Die niedrigen Zinsen sind dabei nicht der einzige Grund. Das Umland hat viel zu bieten, vor allem auch für jüngere Familien, die kein Interesse haben, in Mitten der Großstadt zu leben und vielleicht sogar für weniger Wohnfläche mehr zu bezahlen“, erklärt Thomas Filor die Entwicklung. „Der Speckgürtel dürfte sich in den kommenden Jahren weiter ausbreiten“, so Immobilienexperte Filor abschließend. 

Dienstag, 8. Oktober 2019

Digitalisierung der Immobilienbranche

Die Digitalisierung der Immobilienbranche schreitet weiter voran. Künftig sollen Mieter auch ihre Heiz- und Betriebskostenabrechnung online abrufen können. Dann müssen sie nicht mehr auf die Abrechnung per Post warten. „Außerdem soll man seinen Energieverbrauch so laufend ihre Verbrauchswerte online einsehen können und hat dann einen besseren Überblick. Mehrere Firmen führen bereits Testläufer der digitalen Betriebskosten durch. Auch Zahlen des Strom- und Gaszählers sowie des Heizkostenverteilers oder Wasser- und Wärmezählers können online eingereicht werden. Niemand muss in Zukunft also mehr zum Ablesen zu Ihnen nach Hause kommen“, erklärt Thomas Filor.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Neumieter zahlen höhere Mieten

Immobilienexperte Thomas Filor präsentiert Zahlen des Statistische Bundesamt laut denen Neumieter überdurchschnittlich hohe Mieten zahlen – vor allen in Metropolen. Dies geht aus der Mikrozensus-Zusatzerhebung zur Wohnsituation in Deutschland für das Jahr 2018 hervor. Demnach hätten Mieter, die seit 2015 eine neue Immobilie angemietet haben, rund 25 Prozent über dem Durchschnitt für diese gezahlt. Private Haushalte wurden dadurch stärker belastet und mussten durchschnittlich 7,70 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter zahlen. In Metropolen wie Berlin oder Hamburg mussten die Mieter noch tiefer in die Tasche greifen für ein Mietobjekt.

Donnerstag, 26. September 2019

Immobilien laut Studie beliebteste Kapitalanlage

Wie eine Studie der Union Investment zeigt, setzen Sparer hierzulande auf Gold, Immobilien und Aktien. Demnach seien Sachwerte bei deutschen Anlegern nach wie vor extrem beliebt. Spitzenreiter sind bei Anlegern Immobilien mit 79 Prozent, gefolgt von Gold (57 Prozent) und Aktien (47 Prozent).  Die historisch niedrigen Zinsen führen dazu, dass sich immer mehr Menschen für eine Kapitalanlage entscheiden, weil der Zugang dazu einfacher geworden ist, als im Vergleich zu früher. „Prinzipiell hat sich aber nichts daran geändert, dass Menschen Angst vor Vermögensverlust haben. Immobilien gelten als eine der sichersten Kapitalanlagen, da sie auch selbst genutzt werden können“, so Thomas Filor. 

Dienstag, 24. September 2019

Thomas Filor: Niemand ist vor Eigenbedarf geschützt

Leider ist kein Mieter automatisch vor Eigenbedarf geschützt: Thomas Filor erklärt, wie man auf eine Kündigung durch den Vermieter reagieren kann. 

Magdeburg, 24.09.2019. Da das Thema Eigenbedarfskündigungen viele Mieter und Vermieter beschäftigt, greift Immobilienexperte Thomas Filor es in dieser Woche noch einmal auf. „Eigenbedarfskündigungen können erst einmal jeden treffen, auch die 90-Jährige Witwe. Wichtig ist aber, Ruhe zu bewahren. Denn hierzulande ist der unbefristete Mietvertrag üblicher, als manch einer glauben mag. Werfen Sie selbst doch mal einen Blick in Ihren Mietvertrag“, rät Thomas Filor. Interessanterweise sind unbefristete Mietverträge tatsächlich ein deutsches Phänomen und in anderen europäischen Ländern eher unüblich. 

In jedem Fall muss der Vermieter ein berechtigtes Interesse haben, eine Eigenbedarfskündigung zu realisieren. Kann er dieses vorweisen, muss er ordentlich und fristgerecht kündigen. „Trotzdem sollten sich Mieter darüber im Klaren sein, dass der Bundesgerichtshof (BGH) einige Paragraphen gelockert hat, die es Vermietern etwas leichter machen sollen“, erklärt Filor außerdem. „Ein absolutes Muss ist, dass das Kündigungsschreiben an den Mieter den exakten Kündigungsgrund inklusive Erläuterung enthält. Dazu gehört auch anzugeben, wer an Stelle des jetzigen Mieters einziehen soll. Schließlich muss der Mieter auch erfahren, ob und wann er ausziehen muss“, fügt Immobilienexperte Thomas Filor mit hinzu.

Als plausible Begründung gelten Beispielsweise geplante Vorhaben mit der Immobilie, wie diese zum Beispiel als Ferien- oder Zweitwohnung nutzen zu wollen. Das setzt aber auch voraus, dass es sich dabei um mehrere Wochen im Jahr handelt und nicht ein paar sporadische Tage. „Oft sind es natürlich auch die Kinder, die als Grund genannt werden, wenn diese im Alter sind, von zu Hause auszuziehen“, weiß Filor aus Erfahrung.

Selbstverständlich können sich Mieter gegen eine Eigenbedarfskündigung wehren und Widerspruch einlegen. Dann entscheidet das Gericht über den weiteren Verlauf. Laut Deutschem Mieterbund gab es um Jahr 2017 rund 13.400 Fälle von Eigenbedarfskündigungen, die vor Gericht ausgetragen wurden. „Wer einen Rauswurf verhindern will, beruft sich in den meisten Fällen auf Sozial- oder Härtefallklauseln, wie etwa Alter, Krankheit, Schwangerschaft, etc. Die Gerichte schauen sich in der Regel die Argumentation beider Seiten, die des Mieters sowie die des Vermieters, genau an“, betont Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg abschließend. 

Dienstag, 17. September 2019

Wie Vermieter ganz einfach Baukosten abschreiben können

„Als Vermieter hat man es manchmal nicht ganz einfach. So beschweren sich beispielsweise viele Vermieter, dass Mieter in Deutschland viel mehr Rechte als Pflichten haben“, erklärt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg. „Doch viele Vermieter kennen gar nicht alle ihre Rechte und Vorteile. Über diese gilt es, sich zu informieren. So können Vermieter Sonderabschreibungen für vier Jahre geltend machen, wenn sie Wohnraum für Mietwohnungen schaffen. Wie hoch die Förderung ist, richtet sich nach der Höhe der Miete“, so Filor.

Dabei ginge es laut Filor aber auch um die Art der Immobilie. „Beim Neubau können Vermieter die Baukosten nur in einem bestimmten Zeitraum abschreiben lassen. In den kommenden vier Jahren nach Bau können dabei bis zu fünf Prozent steuerlich geltend gemacht werden, hier spricht man von sogenannten Sonderabschreibungen“, erklärt Thomas Filor.

Außerdem sei es laut Filor wichtig zu wissen, dass es irrelevant ist, ob der Vermieter Bauherr war oder die Immobilie bereits fertig gekauft hat. Für die Lohnsteuerhilfe spielt dies keine Rolle. „Hat der Vermieter den Ausbau von Dach oder Keller veranlasst, zählt dies natürlich auch. In jedem Fall aber muss die steuerlich geförderte Immobilie vermietet werden. Von Familienangehörigen muss dabei 66 Prozent der ortsüblichen Miete verlangt werden. Bei Ferienwohnungen hingegen ist die Sonderabschreibung nicht zulässig“, fügt Thomas Filor hinzu.

Sinn sei es in aller erster Linie, bezahlbaren Wohnraum zu fördern. „Bei Immobilien mit einem Quadratmeterpreis von 3.000 Euro und mehr können keine Sonderabschreibungen gemacht werden. Des Weiteren dürfen pro Quadratmeter Wohnfläche nur maximal 2000 Euro abgeschrieben werden“, erklärt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg abschließend. Neben der Sonderabschreibung sind Investoren außerdem berechtigt, die sogenannte lineare Abschreibung geltend zu machen.